In seiner Predigt sprach Bezirksapostel Krause über die Wahrheit. Sie sei ein hohes Gut. Wenn jemand immer die Wahrheit sage, sei das ein Schatz im Leben. Jesus habe durch seine Auferstehung den Beweis dafür angetreten, dass er die Wahrheit sei. Er habe die großartige Botschaft hinterlassen, dass er wiederkommen werde und dann die Menschen, die sich zu ihm bekennen, ebenfalls auferstehen könnten. Es gäbe daran keinen Grund zu zweifeln, so der Bezirksapostel.
Und er warf die Frage auf, ob das Evangelium die Welt verändert hätte? In vieler Hinsicht schon, aber nach wie vor gebe es Halbwahrheiten und Lügen. Jesus sei aber die Wahrheit, das Licht und das Leben! Das sei ein Trost. Paulus spräche im Bibelwort über die Reichen. Er verdamme dabei den Reichtum nicht, mahne aber, nicht auf die Armen herabzusehen oder den eigenen Reichtum als eigenen Segen oder Eigenverdienst anzusehen. Reichtum sei nicht verwerflich, wenn man demütig bleibe, so der Bezirksapostel.
Bezirksälteste Stefan Gräbel ging auf das Lied des Chores, „Frieden in der Angst der Welt“, ein. „Hat das Evangelium die Welt verändert, hat es etwas an mir verändert?“ Es gelte immer wieder einmal „vor unser eigenes Herz zu treten, hineinzuschauen“. Das Wort Gottes in der Predigt gebe dazu Gelegenheit. Jesus nachfolgen bedeute so zu leben wie der Meister, um dann im Himmel so zu sein wie der Meister.
Nach der Feier des heiligen Abendmahles wurde Bezirksältester Gräbel nach 44 Amtsjahren in den Ruhestand versetzt. Der Bezirksapostel bezeichnete ihn als klugen und demütigen Mann, der immer in der Lage gewesen sei, im rechten Augenblick zu reden und zu schweigen. Er sei im wohlverstandenen Sinne ein Kümmerer gewesen. Trotz beruflicher und privater Erfordernisse habe er nichts an seiner seelsorgerischen Arbeit vermissen lassen, sondern mit ganzem Herzen zu seinem Ja-Wort von 1979 gestanden. Seine Frau und er hätten ein gutes Team gebildet.
Als neuer Bezirksvorsteher für den Bezirk Berlin-Brandenburg-Ost wurde Evangelist Jens Lange beauftragt. Er stammt aus dem Nachbarbezirk Berlin-Brandenburg-Nord. Er solle ein Mann Gottes sein und seinen Weg gehen und alle mit einbeziehen: Amtsträgerinnen und Amtsträger, die Gläubigen, die Kinder und die Jugend. Und er solle sich auch auf andere Ansichten und Meinungen einlassen und die Gläubigen in der Nachfolge auf die Wiederkunft Christi vorbereiten, so der Bezirksapostel. Anschließend bestätigte er zwei Diakone für die Gemeinde Berlin-Grünau.
Am Sonntag, 26. November 2023 hielt Bezirksältester Stefan Gräbel seinen letzten Gottesdienst. Dieser fand in der Gemeinde Berlin-Kaulsdorf statt. Nach seinem Ruhestand wird er dann mit seiner Frau hier die Gottesdienste besuchen.
Neuapostolische Kirche