Viele Geschwister hatten den Wunsch geäußert, mal wieder ein Gemeindefest erleben zu können. Daraufhin bat der Vorsteher der Gemeinde, Priester Thomas Itzigehl, darum, dass sich Geschwister finden mögen, um ein solches Fest zu organisieren. Eine Gruppe für die Organisation fand sich zusammen, und innerhalb von drei Wochen war der Plan fertig: Ausführende wurden angesprochen, für das leibliche Wohl wurde gesorgt, und alles war komplett organisiert. Der Plan beinhaltete, dass alle diesen Tag genießen sollten und niemand aufgrund von Tätigkeiten während des Festes nicht oder nur wenig daran teilhaben sollte.
Am Vorabend des Festes fanden sich etliche Schwestern und Brüder zusammen, um vorbereitende Arbeiten vorzunehmen. Tische, Bänke usw. wurden aufgestellt, alles Nötige herangefahren und aufgebaut.
Der Samstag begann mit einem schönen Sonnenaufgang, und nach und nach trafen Geschwister, Freunde und Gäste auf dem Kirchengrundstück ein. Man freute sich über das Wiedersehen und war gespannt, wie der Tag verlaufen würde. Nach einem Gebet und der Begrüßung wurde allen ein „zweites Frühstück“ gereicht: frische belegte Brötchen und Sandwiches, am Morgen von einer Bäckerei frisch gefertigt. Dazu wurden frischer Kaffee und Getränke gereicht, alles im Selbstbedienungsstil. Nach dem Frühstück wurde dann einer der Orgelspieler angekündigt: Er spielte aber nicht auf der Orgel, sondern kam mit einem typisch Berliner Leierkasten auf den Hof und erfreute alle mit Berliner Weisen.
Dann waren alle zu einem Ratespiel mit zehn Fragen eingeladen, darunter fünf allgemeine Fragen und fünf Fragen aus dem kirchlichen Bereich. Das Spiel wurde in Gruppen durchgeführt, und alle Fragen mussten innerhalb einer bestimmten Zeit beantwortet werden. Das Grübeln begann, und nach Ablauf der Zeit wurden die ausgefüllten Zettel abgegeben.
Nach dieser „kräftezehrenden“ Aktion hatten alle Hunger. Inzwischen war ein weißer Transporter auf das Grundstück gefahren und hatte sich in einer Ecke des Parkplatzes platziert: Axel, ein guter und teilweise schon bekannter Freund, baute seine original DDR-Gulaschkanone auf, und dann gab es Mittagessen. Für die Kinder, die während der gesamten Zeit liebevoll von Schwestern betreut wurden, gab es Spirellis mit Tomatensoße; für alle Erwachsenen gab es leckere Berliner Kartoffelsuppe mit viel Wursteinlage oder wahlweise Gulaschsuppe. Es waren weit mehr Portionen gekocht worden als ursprünglich geplant, und trotzdem wurde alles verzehrt. Zum Nachtisch gab es Joghurt bzw. Schoko- und Vanillepudding. Zum Ende des Mittagessens spielte unser Evangelist i.R. noch einige Weisen auf dem Leierkasten.
Nach der Mittagszeit wurden die Fragen des Ratespiels aufgelöst und die Gewinner bekanntgegeben. Für sie gab es verschiedene Einkaufsgutscheine.
Am Nachmittag gab es noch Kaffee und verschiedene Sorten Blechkuchen, ebenfalls frisch und auf Bäckerblechen aus der Bäckerei geliefert.
Am späten Nachmittag wurde ein Gruppenfoto gemacht, und dabei sangen alle gemeinsam das Lied „Berliner Luft“, begleitet vom Leierkasten.
Danach beteiligten sich viele Geschwister am Abbau und am Saubermachen, sodass das Grundstück sauber und für den Sonntag gerüstet gegen 18:00 Uhr verlassen wurde. Damit ging ein schöner, freudiger und sonniger Tag zu Ende.
Die Gemeinde konnte insgesamt über 125 Teilnehmer und Gäste begrüßen, und die Gespräche über dieses Fest begleiteten uns noch eine ganze Weile. Dank Gottes Hilfe war dies ein gelungener Tag, der das Gemeindeleben noch enger zusammenfügte.
Neuapostolische Kirche