Wie wird Zuhören zum Super-Skill? Was bedeutet es, im Spannungsfeld zwischen Familie, Ehrenamt, Gesundheit und Beruf zu leben? Wie finden wir für unsere Kinder den besten Platz in der Gemeinde? Welche Möglichkeiten gibt es, das Musikerlebnis in der Gemeinde vielfältiger und eingängiger zu gestalten? Und wie können die regulären Ämterstunden als geistlich lebendiges und interaktives Format ausgebaut werden? Mit diesen und vielen weiteren Anregungen und Themen beschäftigten sich die Teilnehmenden des Vorsteherwochenendes aus dem rund 100 Gemeinden fassenden Bereich von Apostel Helmut Kasper. Das Gelände des Seezeit Resorts am Werbellinsee, nördlich von Berlin, bot die idealen Voraussetzungen für das bunt gepackte Programm, das das Organisationsteam vorbereitet hatte: Impulsvorträge, Andachten, Workshops und über allem die Gelegenheit in den Austausch zu treten, sich kennen zu lernen und sich Zeit für die eigene seelische Gesundheit zu nehmen.
Nicht nur Zuhören: Austausch und interaktive Angebote
Auch technisch hatte das Orgateam intensive Vorbereitungen getroffen und sorgte mit großem Aufwand dafür, dass der geringen Netzabdeckung getrotzt wurde. Die Teilnehmenden konnten sich daher schon in der Begrüßung durch Apostel Helmut Kasper und Bezirksvorsteher Jens Lange mit interaktiven Formaten wie einer Mentimeter-Umfrage an der Ausgestaltung des Angebots beteiligen. So wurde von Vornherein klar, dass dieses Wochenende nicht dafür gedacht war, sich aufs stille Zuhören zu beschränken. Der Austausch von Erfahrungen und Ansichten würde genauso im Vordergrund stehen wie neue Anregungen für das Gemeindeleben zu gewinnen oder unterschiedliche Perspektivwechsel auszuprobieren. Offenheit, Austausch auf Augenhöhe und gegenseitige Wertschätzung waren Programm.
Vier Workshops – vier Schlaglichter
Am Samstag richteten vier Referentinnen und Referenten die Aufmerksamkeit in ihren Workshops auf Aspekte des Gemeinde- und Glaubenslebens, für die sonst nicht immer Zeit und Gelegenheit ist. Die Angebote waren vielseitig und wurden rege besucht. Priester Marlon Schneider lud zu einer Kreativwerkstatt zum Thema Ämterstunde ein und ging dort der Frage nach, wie dieses althergebrachte Format gewinnbringend und bestärkend für alle Beteiligten genutzt werden kann. Dagmar Arnold stellte die Kinder ins Zentrum ihres Workshops und eröffnete die Fragen, welchen Platz die Kinder in der Gemeinde einnehmen, welchen sie haben sollten und wie dies erreicht werden kann. Schon der Titel „Hab acht auf dich selbst…“ des Angebots von Bärbel Irtmann verriet, dass es hier nicht um eine romantisierte Version von Leitungsfunktion im Ehrenamt gehen würde: Sie gab den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Werkzeugkoffer für die Erste Hilfe der Selbstfürsorge an die Hand. Und Priester Daniel Arnold beleuchtete in seinem Workshop, wie der Gemeindegesang abwechslungsreich, aktivierend und trotzdem leicht handhabbar gestaltet werden kann. Für den Gemeindealltag gab er seinen Zuhörerinnen und Zuhörern Beispiele und Ideen an die Hand.
Gemeinsamer Höhepunkt: Stammapostelgottesdienst aus Karlsruhe
Als Abschluss des gemeinsamen Wochenendes wurde der Stammapostelgottesdienst für Amtstragende aus Karlsruhe am Sonntagvormittag in das Kino des Seezeit Resorts übertragen. Das gemeinsame Erleben von Wort, Musik und Sakrament in diesem besonderen Rahmen bildete den krönenden Abschluss des Vorsteherwochenendes, das seinen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Anregung, Energie und liebevolle Begegnung geboten hatte. Schon die digitale Umfrage am Vorabend hatte eindeutig den Wunsch aller Anwesenden gezeigt: Dieses Wochenende möge das erste, aber nicht das letzte seiner Art gewesen sein.
Neuapostolische Kirche